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    Rahlstedt.de

    Von einem, der auszog, ein Paket zu erhalten

    Ein Erlebnis der ungeplanten Art

    Eine kleine chaotische Geschichte, die der Alltag schrieb, bei der man sich fragt, warum so kompliziert.

    Ein gewisser Murphy (laut Wikipedia genauer der Ingenieur Edward A. Murphy jr.) hat dem Sinn nach einmal eine Gesetzmäßigkeit formuliert: Was schiefgehen kann, geht schief. Und wie wir alle aus Erfahrung wissen: Murphy schläft nie.

    In diesem Fall besaß ich noch einen Gutschein, der mir die Versandkostenpauschale in einem Onlineshop ersparen sollte. Wobei dieser Onlineshop von einen Unternehmen betrieben wird, welches auch Filialen nutzt. Allerdings nur begrenzt kombiniert.

    Nun hatte der besagte Gutschein eine endliche Lebenszeit bis Ende 2019. Allerdings nicht an einen Mindestbestellwert gebunden.

    Also flugs zu Silvester noch geschaut, was man vielleicht gebrauchen könnte. Die Wahl fiel auf vier Shirts. Von diesen Funktionsshirts war eins exklusiv online erhältlich, so daß ich mir die Bestellung begründen konnte - neben der Einlösung des Gutscheins selbstredend.

    Gesagt, getan, bestellt. Noch lief alles nach Plan. Gutschein eingelöst, keine Versandkosten, nur der Betrag für vier Trainingsshirts. Die Bestellbestätigung vom Shop kam noch am 31.12.2019 per E-Mail. Lieferung sollte bis spätestens 06.01.2020 erfolgen. Alles klar. Dachte ich.

    Am 03.01.2020 kam die Versandbestätigung durch den Onlineshop. Als Versanddienstleister wurde ein Unternehmen gewählt, was recht bekannt ist und von dem bösen Zungen möglicherweise als "Die hirnlose Logistik" sprechen. Noch wähnte ich aber tatsächlich alles im grünen Bereich.

    Etwas später am 03.01.2020 eine E-Mail mit dem Hinweis, meine Sendung würde voraussichtlich am Dienstag, 07.01.2020, zugestellt. Die passende Rechnung trudelte auch schon auf elektronischem Wege ein.

    Noch sah alles nach Plan aus.

    Am Abend des 06.01.2020, einem Montag, fand ich einen der berühmt-berüchtigten gelben Zettel im Briefkasten. Dieser verkündete siegesgewiß und freudestrahlend: "Ihre Sendung ist da!".

    Gut, nicht bei mir. Aber zumindest ein Zettel. Bei den gelben Jungs und Mädels bedeutet das normalerweise nach meiner Erfahrung, ab nächsten Tag in der Postfiliale abholen, vulgo Postamt. Nicht diesmal. Diesmal mal etwas für mich Neues: Die Sendung läge ab 19:00 Uhr desselben Tages in einer Packstation. Aha. Natürlich nicht die beim Postamt, aber egal. Packstation.

    Mit einer gewissen Grunderwartung ausgestattet, sparte ich mir den Trip zur Packstation am Montagabend und ließ den Leuten lieber etwas mehr Zeit. Also am Dienstagfrüh zur Station - ungefähr zwölf Stunden nach angekündigter und versprochener Deponierung meiner Sendung dort.

    Überraschung. Die Maschine erzählte mir, da läge keine Sendung für mich. Die Sendungsnummer gäbe es hier nicht. Mehrfache Versuche konnten die Packstation nicht zu einer Meinungsänderung bewegen.

    Gut, noch etwas mehr Zeit. Dienstagabend zweiter Versuch. Gleiches Ergebnis. Nichts da. Zumindest nicht für mich.

    Mittlerweile gab es eine Nachricht vom Versender: "Sicher warten Sie schon sehnsüchtig auf Ihr Paket. Wir haben die Ware bereits an unseren Logistikpartner übergeben, allerdings kann dieser die Ware nicht pünktlich liefern. Über den neuen Liefertermin werden wir Sie gesondert informieren."

    Aha? Angeblich war das Paket doch eigentlich schon bis zu kurz vor Haustür vorgedrungen. Und sollte in einer Packstation zur Abholung herumdümpeln.

    Also mal die Sendungsverfolgung des "Logistikpartners" online gecheckt. Montag: Ja, Sendung ins Zustellungfahrzeug geladen. Und dann gleich zweimal (doppelt hält besser?) der Vermerk, Sendung konnte nicht zugestellt werden und wird in eine Packstation gebracht. Dann noch der Hinweis "Die Zustellung der Sendung verzögert sich. Sie erfolgt voraussichtlich am nächsten Werktag"...

    Mhmm, okay, das entsprach ja noch halbwegs der Info auf der gelben Karte.

    Aber was passierte dann laut Sendungsverfolgung am Dienstag, wo ich zweimal mit der Packstation am Verhandeln und Diskutieren war... sinnbildlich gesprochen?

    Also Dienstag: Sendung in Zustellfahrzeug geladen - aha, wieso? Sollte doch schon in der Packstation sein? Zustellung voraussichtlich heute. Aha? Nicht schon seit gestern in der ominösen Packstation?

    Mit Zeitstempel ein paar Stunden später der Hinweis "Die Sendung befindet sich auf dem Weg zur Packstation"... aha? Ich dachte, da wäre sie schon seit dem Vortag oder sollte sie zumindest sein?

    Nur eine Minute später lieferte der folgende Zeitstempel dann den nicht wirklich erwarteten Text: "Leider ist eine Zustellung der Sendung nicht möglich, da sie nicht unseren Versandbedingungen entspricht. Die Sendung wird an den Absender zurückgeschickt." - Wie jetzt? Hallo? Was soll denn da auf einmal nicht irgendwelchen Bedingungen entsprechen? Vier Shirts in einem kleinen Päckchen, die eigentlich schon fast da waren. Und jetzt nicht mal in die Packstation passen, in der sie schon seit dem Vortag sein sollten? Hä? Und zurück an Absender? Hallo? Geht's noch? Was soll der Unfug?

    Am Dienstagabend informiert die Sendungsverfolgung dann "Die Sendung wurde von DHL bearbeitet und wird für den Weitertransport in die Region des Empfängers vorbereitet"... dummerweise meint der "Logistiker" damit nicht mich als Empfänger, sondern den ursprünglichen Versender.

    Murphy ist jetzt offenbar dabei, wirklich wach zu werden.

    Also schreibe ich notgedrungen eine Nachricht an den Onlineshop. Da scheint es Unstimmigkeiten mit dem Versand zu geben. Packstation? Verspätet? Zurück an Absender?

    Daraufhin die Antwort, daß die Sendung leider retourniert wurde. Natürlich erhalte ich eine Gutschrift über den Bestellbetrag. Wenn ich bei der Bestellung bleiben möchte, bitte einfach nochmal bestellen.

    Äh, ja, genau. Da war doch etwas mit einem nur begrenzt gültigen Gutschein, der zudem inzwischen eingelöst wurde. Also auf das "gelbe Problem" hingewiesen (Adresse stimmt, sinnlose Benachrichtungskarte konnte problemlos zugestellt werden) und auf den verwendeten Gutschein. Also Bestellung bitte einfach noch einmal verschicken.

    Am Mittwoch, dem mittlerweile 8. Januar, erhalte ich die Nachricht, daß der (weitgehend unschuldig in das Chaos verwicklte) Onlineshop eine Ersatzlieferung veranlaßt hat. Leider nur mit drei Shirts, da eines inzwischen ausverkauft ist.

    Natürlich. Was auch sonst. Und ratet mal, welches Shirt ausverkauft ist? Richtig, das exklusiv nur online erhältlich gewesene... logo, was und welches auch sonst.

    Etwas genervt telefoniere ich dem "Logistiker" hinterher. Schließlich ist ein Paket mit meiner vollständigen Bestellung schon fast hier gewesen und dreht jetzt eine Runde durch die Republik. Natürlich stellt sich heraus, daß so ein Paket problemlos zwischen Empfänger, Packstation und wieder zurück zum Versender umgeleitet werden kann, aber jetzt nicht mehr Richtung meiner Wenigkeit. War ja klar. Da hilft auch keine Aufregung am Telefon.

    Also den Versender angefragt: Wenn das vollständige Paket eintrudelt, dann bitte gleich wieder losschicken an mich? Geht das? Natürlich nicht.

    Eine Versandinfo über magere drei Shirts in einer Ersatzlieferung erreichte mich am Donnerstag, 9. Januar.

    Ich frage den Onlineshop, ob sie mir das rücklaufende (und inzwischen nicht mehr vorrätige) Shirt denn reservieren können? Weiterhin informiere ich über mein Gespräch mit der Dame vom "Logistiker" und deren Hinweis auf Einsatz eines "Kulanzcodes" durch den Versender - zweckes erneuten Versands.

    Am 10. Januar kommt die Versenderinfo, Ersatzsendung soll am Samstag, 11. Januar 2020, voraussichtlich eintrudeln. Inklusive Rechnung für drei Shirts.

    Am Samstag dann die Info vom Shop, nein, der fehlende Artikel kann nicht erneut verschickt werden. Seufz. Allerdings sollte die Sendung seit zwei Tagen wieder beim Onlineshop sein. Nach der Sightseeing-Tour durchs Land.

    Murphy ist aber noch dabei und läuft zur Höchstform auf.

    Mit Paketankündigung fürs Wochenende schaue ich gebannt und gespannt auf die Sendungsverfolgung im Netz der Netze, auch wenn es nur noch drei Shirts im Ersatz sind. Ja, 11:16 Uhr, Sendung in Zustellfahrzeug geladen; Zustellung erfolgt
    voraussichtlich heute. Klingt nach einem Plan. Doch was ist das? 13:55 Uhr: Die Sendung konnte nicht zugestellt werden und wird in die Filiale gebracht. Hallo? Ich war da! Aber offenbar niemand mit Ersatzlieferung unterm Arm. Auch der Briefkasten zeigt keinen gelben Infozettel. Was für ein Scherz.

    Aber natürlich geht es noch besser. Laut Info, 16:59 Uhr, wird die Sendung zur Abholung in die Postfiliale gebracht. Okay, man kennt das, natürlich erst am nächsten Werktag. Die Sendungsverfolgung sagt dann auch am Montag, 13. Januar 2020, 08:45, und ich zitiere: "Die Sendung liegt ab sofort in der Filiale ... zur Abholung bereit.". Aha. Ab sofort. Da glaubt man doch, die meinen ab 08:45 Uhr an genau diesem Montag.

    Bin ich am Montagabend in der besagten Postfiliale? Ja. Ist das Paket vor Ort? Angeblich ja. Kann ich es mitnehmen. Nein, natürlich nicht! Wie kann man denn auf eine solche absurde Idee kommen.

    Nein, nein, was wir lernen, ist, die Info in der Sendungsverfolgung meint nicht, keinesfalls, daß man die Sendung ab sofort da abholen könnte, wo sie liegt. Nein, nein, die muß erst verbucht und ins System genommen werden. Und wenn die um 08:45 Uhr eintrifft, geht das natürlich nicht mehr an dem gleichen Tag. Also in diesem Fall erst ab Dienstag. So ganz allmählich kriege ich wirklich die Krise.

    Ich erwähne auch gar nicht weiter, daß laut Versenderinfo vom 11. Januar, 18:30 Uhr, die Lieferung im Paketshop zur Abholung bereitliegt und dort sieben Werktage bis Montag, 20. Januar, für mich gelagert wird.

    Aber wie ich bereits erwähnte, wie konnte ich bloß aufgrund der mir vorliegenden Informationen auf die Idee kommen, ich könnte die unvollständige Ersatzlieferung am Montag abholen. Tsk-tsk.

    Drollig sind derweil so Nebenschauplätze... ich nerve den Onlineshop nach dem fehlenden Shirt und als Antwort kommt nur lapidar, sie hätten den Fall nochmals geprüft und hätten festgestellt, ich hätte die Sendung inzwischen erhalten.

    Nein, habe ich nicht. Weder die Originalsendung mit vier Shirts, noch die Ersatzsendung mit drei Shirts. Ich war der Entgegennahme und der Abholung willig, doch blieb es beim vergeblich Versuch. Murphy ist doch hellwach!

    In meiner sich langsam steigernden Frustration und um mir das fehlende Erfolgserlebnis von der Seele zu schreiben, informiere ich am Abend des besagten Montags den Onlineshop über den Stand der Dinge. Am 31.12.2019 mit Gutscheincode bestellt. Ein Shirt exklusiv online erhältlich, drei auch in der lokalen Filiale (zwar Aktionsware, aber bei meinem zufälligen Besuch nach Aktionstag im Januar sogar noch vorrätig), bestellt. 06.01. nicht zugestellt, Packstation nur gerüchteweise, zurück an Absender. Telefonat zweck- und vor allem ergebnislos. Ersatz nur unvollständig. Und wenig sinnig, da nur noch Filialware. 11.01. nicht mal der Versuch einer Zustellung. 13.01. noch nicht verbucht, also auch nicht abholbar. Usw. Usf.

    Am Dienstag, 14. Januar 2020, ein weiterer Trip zur Postfiliale. Mit Ausweis, aber ohne Karte. Es gab schließlich keinen gelben Zettel im Briefkasten. Ich werde vor Ort belehrt, daß es eine genaue Namensübereinstimmung zwischen Perso und Empfänger sein muß, um ein Paket abzuholen, inbesondere wenn ohne Karte... witzig! Und ich würde die Sendung jetzt nur ausnahmsweise mitnehmen dürfen, da es auch nicht nach besonders hohem Wert aussieht. Da die Dame die ganze Vorgeschichte nicht kennt, höre ich mir das nur still an und grummel lautlos in mich hinein. Stimmungstechnisch aber eher kurz vor Amoklauf. Wollen die mich völlig verarschen?

    Ebenfalls am 14.: Eine Info vom Onlineshop, Retoure (haha) eingetroffen, Gutschrift erstellt.

    Dann auf einmal, auch am 14., eine überraschende Versandbestätigung durch den Onlineshop. Aha, wie jetzt? Ach, das fehlende und eigentlich bereits nicht mehr lieferbare Shirt? Oh, cool, aber was ist das? Wieso kostet das jetzt einen Euro mehr? Hä?

    Sendung unterwegs und nach ein bißchen hin und her muß ich auch nur den alten Preis bezahlen. Allerdings nicht ohne ein wenig Chaos. Denn der eigentlich vollständig bezahlte Betrag wurde irgendwie teilweise zurückgebucht bzw. mit der ersten Ersatzlieferung verrechnet... und irgendwie mußte ich das Shirt noch einmal bezahlen, um die zwischenzeitlich erfolgte Restgutschrift auszugleichen. Uff.

    Das besagte (letzte, vierte)) Shirt kam übrigens am 17. Januar - per direkter Zustellung in den Briefkasten, so ich mich richtig erinnere...

    Wenn erst einmal irgendetwas aus dem Takt gerät, dann offenbar richtig. Und bisher hatte ich die Horrorgeschichten über die gelben Zusteller meist für übertrieben gehalten... aber was soll ich nach dieser Story noch dazu sagen? ;-)

    (Autor der Redaktion bekannt), Mo. 24.02.2020 13:18
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