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    Rahlstedt.de

    Wenn es beim Einkauf nicht nach Plan läuft

    Ein Erlebnis der unangenehmen Art

    Eine kleine nervige Geschichte, die der Alltag schrieb, bei der man sich fragt, warum so und nicht anders.

    Tatort Supermarkt. Na, gut, nicht wirklich ein Tatort. Der Ort des Geschehens. In diesem Fall handelt es sich beim besagten Supermarkt um die Aldi-Filiale im Rahlstedt-Center, nicht einmal ein Jahr nach der Wiedereröffnung im Dezember 2018 nach einem Umbau.

    Wer nicht zum ersten Mal auf diesem Planeten unterwegs ist, weiß in der Regel, wie so ein Einkauf im Supermarkt normalerweise abläuft und funktioniert. Ware liegt zur Selbstbedienung herum und ist zwecks finanzieller Orientierung mit einem Preis ausgezeichnet. Geht man als Interessent auf dieses Angebot ein, nimmt man sich die Ware, flaniert zur Kasse und bezahlt den ausgezeichneten Preis. Damit ist in diesem Fall gemeint, Preis gemäß Auszeichnung (vulgo Preisschild) und nicht, daß der Warenwert in irgendeiner Form ausgezeichnet wäre. Und im Ergebnis ist im Anschluß ein Kaufvertrag zustandegekommen, Eigentum wurde transferiert.

    Doch was wäre das Leben ohne die kleinen Gemeinheiten. Dinge können schief gehen. Wie auch in diesem Fall am dritten August des Jahres 2019. Das Aldi-Kassensystem berechnet einfach einmal einen zu hohen Preis, rund 12,5% über dem durch Kennung an der Ware vereinbarten Preis. Gut, kann passieren. Sollte kein Problem sein, dann wird eben kurz mehr oder weniger unkompliziert dem Kunden die Differenz erstattet. Sollte man meinen. So auch erlebt in anderen Geschäften. Und früher sogar auch schon in diesem Aldi-Markt. Nur eben an diesem Tag nicht.

    Als mir die Unstimmigkeit auf dem Bon auffällt und ich die Kassiererin darauf anspreche, verweist diese nur auf das Kassensystem. Das Kassensystem wiederum ist eine interne Angelegenheit des Aldi-Konzerns und tangiert Kunden daher nur peripher. Die Kassiererin holt jedoch eine Kollegin hinzu. Die wiederholt mir gegenüber aber leider nur die Geschichte vom Kassensystem. Das interessiert in diesem Fall aber nun einmal so gar nicht. Es wird darauf verwiesen, daß etwas später Jemand vor Ort wäre. Es beginnt, ein klein wenig nervig zu werden.

    Ich gönne mir den "Spaß", weil es zufällig ortstechnisch halbwegs paßt und bin gut eine halbe Stunde später wieder im Laden. Frage mich durch. Und habe dann mit der dritten Kollegin zu tun. Auch diese versucht mir den Mythos zu verkaufen, die Kasse habe immer recht. Das Ganze in der Form nach meinem Empfinden ziemlich unfreundlich. Auf Argumente wird nicht eingegangen.

    Gegangen wird allerdings mit mir zur betreffenden Ware im Markt. Interessanterweise weicht die Preisauszeichnung immer noch von der Berechnung der Kasse ab - trotz meines bereits beim ersten Besuch erwähnten Hinweises. Das Preisschild wird nun von Kollegin #3 entfernt. Eine Differenzauszahlung wird trotz explizierter Nachfrage verweigert und ich mitten im Gespräch stehengelassen.

    Jetzt bin ich soweit angezickt, daß ich die Angelegenheit etwas später am Tag der Aldi-Zentrale in Essen berichte.

    Wenige Tage später gibt es Feedback aus Essen. Der dortige Aldi-Mitarbeiter entschuldigt sich für den Vorfall und bestätigt, daß "wenn es eine Differenz zwischen Preisschild und Kassensystem gibt, diese sofort problemlos erstattet wird oder" der Kunde "den Artikel komplett zurückgeben" kann. Zurückgeben wäre vor Ort wohl theoretisch möglich gewesen, auch wenn die Kollegin #2 vor Ort bereits auf die Einhaltung der Kühlkette hinwies. Worauf ich meinte, diese wäre ohnehin schon unterbrochen. Da will man gar nicht weiter seine Fantasie spielen lassen. Wie auch immer, es ging ohnehin um den Erwerb der Ware zum vereinbarten Preis.

    Mit meinem Einverständnis wurde das Anliegen von der Aldi-Zentrale an die zuständige Regionalgesellschaft weitergeleitet. Wenige Tage später gab es dann eine weitere Entschuldigung aus Bargteheide und die Zusicherung, daß die Differenz selbstverständlich ausbezahlt wird.

    Um diese eigentlich kleine Geschichte, die gefühlt immer länger wurde - und dies auch in dieser Erzählung - zu einem Ende zu bringen, kürze ich nun ein wenig ab.

    Tatsächlich habe ich die Differenz über die Filiale in bar etwas später abholen können. Jedoch wirklich etwas später, weil ich einige Zeit nicht motiviert war, überhaupt irgendwo in einer Filiale bei Aldi einzukaufen, so daß ein dreistelliger Umsatz anderweitig getätigt wurde.

    Eine Anfrage an die Presseabteilung von Aldi wurde nicht mit einer Antwort gewürdigt. So wurde diese Geschichte hier auf diesem Rahlstedtportal zunächst einmal zu einer Geschichte eines Erlebnisses ("Story") und nicht zu einem formellen Artikel ("Info").

    Und man fragt sich, was in dieser Filiale - möglicherweise auch nur zeitweilig - so schräg lief, daß eine Mücke zum Elefanten wurde.

    (Autor der Redaktion bekannt), Mi. 13.11.2019 10:59


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